NUR ECHT MIT 52 ZÄHNEN - dwds.de




🔬 Corpus-Grundlage: Digitale Philologie und Lexikografie

Die nachfolgenden Ressourcen bilden die Basis für eine fundierte Analyse und stellen die wichtigsten Werkzeuge der **Digital Humanities (DH)** in der Germanistik bereit. Sie ermöglichen die quantitative und qualitative Auswertung großer Textmengen.


1. Das DWDS-Wortinformationssystem als DH-Tool

Das **Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)** ist weit mehr als ein Nachschlagewerk; es ist ein komplexes, dynamisches **lexikalisches Informationssystem**. Sein Kern, das DWDS-Wörterbuch, bietet Daten zu Form, Bedeutung und Entwicklung von über **230.000 Lemmata**.

**Wichtig für die Forschung:** Eine spezielle Suchabfragesprache ermöglicht komplexe Anfragen an die Textsammlungen, was das DWDS zu einem essenziellen Werkzeug für philologische und soziolinguistische Fragestellungen macht.


2. Institutioneller Rahmen: Die Leibniz-Gemeinschaft

Die wissenschaftliche Grundlage des DWDS wird durch führende Forschungseinrichtungen gewährleistet, die in der **Leibniz-Gemeinschaft** organisiert sind.

Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716) – Der Universalgelehrte

Die Gemeinschaft ist nach dem deutschen **Universalgelehrten** und Philosophen benannt. Leibniz verkörperte die Verbindung von Theorie und Praxis. Er leistete Pionierarbeit in der **Mathematik** (Infinitesimalrechnung) und war Initiator der wissenschaftlichen Akademien. Seine Universalität – von der Logik bis zur Sprachforschung – dient als Leitbild für die breite disziplinäre Aufstellung der heutigen Institute.

Leibniz-Institute und Philologie

Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim ist ein zentraler Akteur, der die Forschungsprojekte und Korpora, auf denen das DWDS aufbaut, wesentlich mitgestaltet. Die Arbeit der Leibniz-Institute umfasst sowohl grundlagenbasierte Forschung als auch die Entwicklung von Infrastrukturen für die digitalen Geisteswissenschaften.


Anmerkung zur Metapher: Der ursprüngliche Slogan "NUR ECHT MIT 52 ZÄHNEN" kann im philologischen Kontext als Hinweis auf die **Vollständigkeit** und **Robustheit** der zugrundeliegenden Daten interpretiert werden – ein Verweis auf die Notwendigkeit eines umfassenden Datensatzes für eine valide Korpusanalyse.

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